AG König

 

Forschungsschwerpunkt: Zellmodelle für die Analyse von proteinvermittelten Transportprozessen

Transportprozesse über biologische Membranen spielen eine entscheidende Rolle bei der Aufnahme, der Verteilung und der Exkretion von emdogenen Substanzen und von Arzneimitteln. Im Mittelpunkt unseres Interesses stehen deshalb Zellmodelle zur Untersuchung humaner Aufnahmetransporter und Exportpumpen. Als Zellmodelle dienen etablierte Zelllinien, die das zu untersuchende Transportprotein rekombinant überexprimieren. Verwendet werden Einzeltransfektanten zur Analyse nur eines Transportvorgangs (Aufnahme oder Export) und Doppeltransfektanten, welche sowohl einen Aufnahmetransporter als auch eine Exportpumpe überexprimieren und an denen der vektorielle Transport als Einheit von Aufnahme und Efflux untersucht werden kann. Im Mittelpunkt stehen hierbei Transportproteine mit einer nachgewiesenen Relevanz für die Arzneimitteltherapie (z.B. Mitglieder der OATP-Familie) sowie Transportproteine, die als Ziel einer pharmakologischen Intervention dienen können (z.B. der Citrattransporter NaCT / INDY).

Untersuchungen zur Rolle des Transporters NaCT (SLC13A5) für die Entwicklung des Gehirns und für den Energiemetabolismus

 

Cancer-Type OATP1B3 (Ct-OATP1B3): Untersuchungen zum Substratspektrum, zur Lokalisation, zu pathophysiologischen Mechanismen sowie zur klinischen Relevanz beim kolorektalen Karzinom (gefördert von der Wilhelm Sander-Stiftung)

 

Untersuchungen zur Rolle des Transportproteins OATP4C1 für die Elimination von Urämietoxinen beim fortschreitenden Nierenversagen

1984: Abitur

1984 – 1991: Studium der Biologie an der Technischen Universität Darmstadt

Diplomarbeit: Polymerisationsstudien von Aktin unter dem Einfluß von Cytochalasin

1991 – 1994: Promotion am Max-Planck-Institut für Biophysik (Frankfurt)

Thema der Dissertation: Der erythroide Anionenaustauscher AE1: Strukturelle Untersuchungen durch Mutagenese der AE1-cDNA und Bestimmung der Kopienzahl der humanen AE1-mRNA währendd der erythroiden Differenzierung

1995 – 2004: Wissenschaftlicher Angestellter (Post-Doktorand) am Deutschen Krebsforschungszentrum (Abteilung Tumorbiochemie – Prof. Dr. D. Keppler)

2004: Habilitation im Fach Biochemie

Thema der Habilitationsschrift: Molekulare Grundlagen der hepatozellulären Aufnahme und des Exports von organischen Anionen

seit 2004: Leiter der molelkularbiologischen und zellbiologischen Labore des Lehrstuhls für Klinische Pharmakologie und Klinische Toxikologie

2012: Ernennung zum apl. Professor